In meinem letzten Lehrbrief haben wir damit begonnen, die umfassende Autorität von Gottes Wort zu erforschen. Dabei stellten wir fest, dass Paulus in 2. Tim. . 3,16-17 folgende Aussage macht:

„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet.“

Wenn Sie also perfekt und gründlich ausgerüstet sein wollen für jedes gute Werk, dann ist Ihre allumfassende Quelle dafür die Bibel.

Darüber hinaus haben wir die besondere Beziehung unter die Lupe genommen, die zwischen Jesus und dem Wort besteht – Seine Verbindung zum gesprochenen sowie zum geschriebenen Wort – wobei wir feststellen konnten, dass Er die Autorität der Schrift nicht nur vollkommen unterstützt, sondern sie auch komplett erfüllt.

In all diesen Dingen konnten wir klar erkennen, dass Gott Seinem Heiligen Geist die Leitung sowohl beim Verfassen als auch beim praktischen Umsetzen Seines Wortes anvertraut hat. Abschließend wies ich anhand einer Schriftstelle aus Joh. 16 auf die Tatsache hin, dass der Heilige Geist stets dafür sorgt, dass Jesus verherrlicht wird (s. Vers 14-15). Wenn immer Sie mit einer geistlichen Manifestation konfrontiert sind, die Jesus nicht verherrlicht, können Sie mit Sicherheit davon ausgehen, dass der Heilige Geist keinen Anteil daran hat. Die primäre Aufgabe des Heiligen Geistes besteht nämlich darin, Jesus zu offenbaren und Ihn zu verherrlichen.

Was kann das Wort bewirken?

Hebr. 4 gibt uns Aufschluss darüber, was das Wesen von Gottes Wort ausmacht:

„Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.“ (Vers 12)

Das Wort Gottes ist nicht tot – wir haben es hier schließlich nicht nur mit schwarzen Buchstaben auf weißem Papier zu tun. Es ist lebendig, und wo immer es sich ausbreitet, bringt es Leben hervor. Es ist weitaus mächtiger als all die Lügen, mit denen Satan die Welt überflutet hat.

Die Bibel offenbart uns auch, dass der Mensch ein dreieiniges Wesen ist (bestehend aus Geist, Seele und Körper), das als Ebenbild eines dreieinigen Gottes (Vater, Sohn und Heiliger Geist) geschaffen wurde. Nur durch das Wort Gottes sind wir in der Lage, zu lernen, wie man zwischen Seele und Geist unterscheiden kann. Das Wort ist das einzige Instrument, das scharf genug ist, das Geistliche sowie das Seelische zu durchdringen und es voneinander zu unterscheiden. In 1. Kor. 2 sagt Paulus, dass der natürliche (d. h, der von seiner Seele kontrollierte) Mensch nicht imstande ist, die Dinge zu erkennen, die ihren Ursprung im Geist Gottes haben, weil diese nur durch den Geist zu erfassen sind (Vers 14).

Das Wort unterscheidet auch zwischen den Gelenken und dem Mark – ein Beweis für seine bemerkenswerte Durchdringungskraft, die es möglich macht, tiefer vorzudringen als jedes Skalpell eines Chirurgen bzw. jeder Versuch eines Psychiaters mit all seinem „Herumstochern“ in der menschlichen Seele es jemals tun könnte. Es ist das einzige Instrument, das in der Lage ist, die tiefsten Tiefen der menschlichen Persönlichkeit zu erforschen.

Jemand sagte einmal zu mir: „Jedes Mal, wenn Du die Bibel liest, dann ‚liest‘ sie umgekehrt auch Dich!“ Diese Aussage sprach mich ganz besonders an, da ich den Beruf eines Philosophen ausübte, als ich mich ursprünglich dazu entschloss, die Bibel zu lesen. Beim regelmäßigen Lesen bemerkte ich zusehends, dass sich mein Selbstverständnis immer mehr veränderte – meine alte Überheblichkeit, mein Stolz, meine Arroganz und meine intellektuelle Zuversicht schmolzen einfach dahin angesichts der Konfrontation mit der Schrift. Obwohl ich mir dieser allmählichen Veränderung durchaus bewusst war, fiel es mir damals schwer, wirklich daran zu glauben – und dennoch wirkte das Wort weiterhin an mir!

Sie müssen empfangen

In 1. Thess. 2 wendet sich Paulus an Gläubige, die in wunderbarer Weise auf das Evangelium reagiert hatten:

„Und darum danken auch wir Gott unablässig, dass, als ihr von uns das Wort der Kunde von Gott empfingt, ihr es nicht als Menschenwort aufnahmt, sondern, wie es wahrhaftig ist, als Gottes Wort, das in euch, den Glaubenden, auch wirkt.“ (Vers 13)

Was die Bibel in uns bewirkt, hängt zum Teil von der Art und Weise ab, wie wir sie empfangen: Wenn wir das Wort von Gott empfangen, haben wir damit Zugang zu etwas, das wirklich außergewöhnlich ist:

„Da seine göttliche Kraft uns alles zum Leben und zur Gottseligkeit geschenkt hat durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine eigene Herrlichkeit und Tugend, durch die er uns die kostbaren und größten Verheißungen geschenkt hat, damit ihr durch sie Teilhaber der göttlichen Natur werdet, die ihr dem Verderben, das durch die Begierde in der Welt ist, entflohen seid.“ (2. Petr. 1,3-4)

Das ist eine erstaunliche Aussage! Die göttliche, allmächtige Kraft Gottes hat uns bereits alles zur Verfügung gestellt, was wir jemals brauchen werden! Die New Age-Philosophie lehrt im Wesentlichen, dass Sie selbst ein Gott werden können. Diese Lehre ist offensichtlich falsch, und zwar aus einem einzigen Grund: Gott ist kein erschaffenes Wesen, wir dagegen wurden erschaffen. Etwas, das erschaffen wurde, kann nicht auf einmal zu etwas werden, das niemals erschaffen worden ist. Diese Vorstellung beruht auf einer Täuschung! Wir können jedoch teilhaben an der Natur Gottes, indem wir die Verheißungen in Seinem Wort annehmen und sie dann in unserem Leben praktisch umsetzen. Diese Tatsache ist der Schlüssel zu unserem Erfolg! Es ist das kostbarste Geschenk, mit dem Gott uns jemals beschenkt hat.

Spezielle Auswirkungen

Paulus teilte den Thessalonichern mit, dass das Wort Gottes in uns wirksam ist, weil wir es glauben. Im Folgenden möchte ich mich daher mit acht verschiedenen Auswirkungen befassen, die Gottes Wort in unserem Leben hervorrufen kann.

Gottes Wort produziert Glauben. Während des Zweiten Weltkrieges musste ich zwei Jahre in einem Lazarett in der nordafrikanischen Wüste verbringen, weil ich an einer Hautkrankheit litt, für die es aus ärztlicher Sicht keine Heilung gab. Ich war damals noch ganz jung im Glauben und sagte mir immer wieder: „Ich weiß, dass Gott mich heilen könnte, wenn ich nur den nötigen Glauben dafür hätte!“ Aber der nächste Satz war stets der gleiche: „Aber diesen Glauben habe ich einfach nicht!“

Eines Tages schien mir unter dem Bibellesen auf einmal folgender Vers aus Röm. 17 förmlich ins Auge zu springen: „Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi.“ (Röm 10,17). Plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Wenn man keinen Glauben besitzt, dann kann man etwas tun, um ihn zu bekommen – man braucht sich nicht damit zufrieden geben, weiterhin ohne Glauben auskommen zu müssen. Zur Zeit des Neuen Testaments waren die meisten Menschen, die des Lesens kundig waren, daran gewohnt, laut zu lesen – selbst dann, wenn sie alleine waren. Man hat einen praktischen Nutzen davon, wenn man laut liest, weil sich ein gewisser Glaube entwickelt auf Grund der Tatsache, dass man sich selbst sagen hört, was man gerade liest.

Gottes Wort ist der Same unserer neuen Geburt.

Wie aus dem folgenden Bibelzitat aus 1. Petrus 1 hervorgeht, werden wir durch Sein Wort in Seine Familie hineingeboren:

„Da ihr eure Seelen durch den Gehorsam gegen die Wahrheit zur ungeheuchelten Bruderliebe gereinigt habt, so liebt einander anhaltend, aus reinem Herzen! Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem Samen, sondern aus unvergänglichem durch das lebendige und bleibende Wort Gottes.“ (Vers 22-23)

Der unvergängliche Same ist das Wort Gottes, das im Glauben in unseren Herzen aufgenommen wird und dadurch unsere neue Geburt einleitet. Dabei bestimmt die Natur des Samens die Natur des Lebens, das durch diesen Samen hervorgebracht wird. Wenn Sie z. B. einen Apfelsamen säen, dann werden sie keine Orangen ernten! Das Wort Gottes ist unvergänglich, und das Leben, das es produziert, ist daher ebenfalls unvergänglich – es ist göttlich, heilig, ewig.

Gottes Wort dient als geistliche Nahrung. Wenn Sie von neuem geboren sind, brauchen Sie auch die entsprechende Nahrung. Das Wort Gottes stellt uns genau die richtige Nahrung zur Verfügung, die wir gerade für unser geistliches Wachstum benötigen. Solange Sie sich im geistlichen Säuglingsalter befinden, brauchen Sie die „Milch des Wortes":

„… und seid wie neugeborene Kinder begierig nach der vernünftigen, unverfälschten Milch – damit ihr durch sie wachset …" (1. Petr. 2,2)

Wie die meisten von uns bezeugen könnten, wollten wir am Anfang, als wir gerade wiedergeboren wurden, vor allem eines tun: die Bibel lesen. Wir wurden geboren als gesunde Säuglinge, mit einem gesunden Appetit für die eine Speise, die uns wirklich ernähren konnte.

Wenn wir heranwachsen, brauchen wir eine festere Nahrung. In Kapitel 5 des Hebräerbriefes richtet der Autor die folgenden Worte an das jüdischen Volk – das von Hause eine gut fundierte Kenntnis über die Schrift besitzt – Worte, die vielleicht einige von uns hören müssen: Angesichts all dessen, was ihr wisst, müsste es euch eigentlich besser gehen.

„Denn während ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, habt ihr wieder nötig, dass man euch lehre, was die Anfangsgründe der Aussprüche Gottes sind; und ihr seid solche geworden, die Milch nötig haben und nicht feste Speise. Denn jeder, der noch Milch genießt, ist richtiger Rede unkundig [in der englischen New-King-James-Übersetzung heißt es an dieser Stelle: „ .ist unkundig im Wort der Gerechtigkeit“ – Anm. d. Autors], denn er ist ein Unmündiger; die feste Speise aber ist für Erwachsene, die infolge der Gewöhnung geübte Sinne haben zur Unterscheidung des Guten wie auch des Bösen.“ (Vers 12-14)

Wenn wir das Stadium des Erwachsenenalters erreichen wollen, müssen wir das Wort Gottes in die Praxis umsetzen. Wir müssen es in unserem Alltag anwenden, damit wir erkennen können, mit welchen Mächten wir es zu tun haben. Wenn wir nicht aktiv auf der Basis von Gottes Wort leben, werden wir niemals in der Lage sein, mehr als Milch zu uns zu nehmen! Feste Speise ist für diejenigen, die im Gebrauch des Wortes geübt und trainiert sind, und die es sich zur Regel gemacht haben, das Wort in ihrem Leben unermüdlich umzusetzen.

Gottes Wort bringt geistliche Erleuchtung. In Psalm 119 z. B. wendet sich der Psalmist mit folgenden Worten an Gott:

„Die Eröffnung deiner Worte leuchtet, sie gibt Einsicht den Einfältigen.“ (Vers 130)

Wenn Gottes Wort in unseren Verstand bzw. in unser Herz eindringt, bringt es Licht. Hier ist nicht von akademischer Bildung die Rede – man kann nämlich akademisch gebildet sein, und dennoch im Dunkeln tappen! Sie setzen vielleicht alles daran, einer gute Ausbildung zu erlangen, aber die Frage ist: Werden Sie damit auch Weisheit gewinnen? Bildung und Weisheit sind durchaus nicht ein und dasselbe eine akademische Ausbildung ist sicherlich nützlich, aber sie ist nicht gleichzusetzen mit Licht bzw. mit Erleuchtung.

Gottes Wort bewirkt Heilung, wie ich aus persönlicher Erfahrung bestätigen kann.

„Die Toren litten wegen ihres gottlosen Weges

Diese Menschen waren dem Tode nah; auf einmal kam ihnen der Gedanke, dass es vielleicht hilfreich sein könnte, wenn sie beten würden. Und Gott „rettete sie aus ihren Bedrängnissen". Diese Schriftstelle zeigt uns, dass Gott drei Dinge tut, wenn Er sein Wort schickt: Er rettet, Er heilt und Er befreit. Diese drei gewaltigen Akte göttlicher Gnade und Barmherzigkeit – Errettung von der Sünde, Heilung von Krankheiten und Befreiung von dämonischen Mächten wirkt Er vor allem durch Sein Wort.

„Mein Sohn auf meine Worte achte, meinen Reden neige dein Ohr zu! Lass sie nicht aus deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines Herzens. Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Heilung für ihr ganzes Fleisch.“ (Spr. 4,20-22)

Als mir der Bibelvers „also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi“ (Röm. 10,17) plötzlich ins Auge zu springen schien und mir seine Bedeutung bewusst wurde, lag ich bereits seit ungefähr sieben Monaten in dem nordafrikanischen Krankenhaus. Mit neuer Hoffnung wandte ich mich nun aufs Neue der Heiligen Schrift zu: Aber da war etwas, das mir Probleme bereitete: Ich las eine Verheißung zum Thema „Heilung“ nach der anderen, dennoch wollte es mir einfach nicht gelingen, den folgenden Gedanken Einhalt zu gebieten: „Dies bedeutet sicherlich nur, dass Gott meine Seele heilen wird. Er interessiert sich schließlich nicht wirklich für meinen Körper, der nun einmal verdorben ist und am Ende sowieso sterben wird!“ Aber als ich mich mit den Worten aus Spr. 4,20-22 konfrontiert sah, war die Sache ein für alle Mal. entschieden: Gott sagt hier, dass Seine Worte „Leben sind denen, die sie finden, und Heilung für ihr ganzes Fleisch“. Selbst ein Philosoph kann nicht daran rütteln, dass Fleisch nun einmal „Fleisch“ bedeutet – nicht mehr, und nicht weniger!

Als ich dann den Kommentar in der Fußnote zu diesen Versen mit heranzog, entdeckte ich, dass sich das in diesem Text gebrauchte Wort „Heilung“ vom hebräischen Urtext her auch mit dem Wort „Arznei“ übersetzen lässt! Sofort drängte sich mir folgende Frage auf: „Wie nimmt man denn normalerweise seine Arznei ein?“ Die prompte Antwort darauf war: „Drei Mal. täglich, nach den Mahlzeiten!“ So kam es dazu, dass ich das Wort Gottes über mehrere Monate hinweg wie ein Arzneimittel einnahm, und zwar drei Mal. täglich, nach jeder Mahlzeit. Das Resultat war erstaunlich: ich wurde vollkommen und permanent geheilt – und das in einer Region, dessen Klima allgemein als eines der schlimmsten weltweit bekannt ist!

Gottes Wort ist der Schlüssel für den Sieg über die Sünde und über den Satan. Viele junge Menschen heutzutage bezweifeln, dass es wirklich möglich ist, ein reines Leben zu führen. Die Mehrheit ihrer Lehrer versichert ihnen, dies sei völlig unmöglich. Die Bibel dagegen sagt, dass es sehr wohl möglich ist!

„Wodurch hält ein Jüngling seinen Pfad rein?

Ich danke Gott dafür, dass ich während meiner langjährigen Arbeit mit jungen Menschen in Afrika mehrfach erleben konnte, wie sich dieses Wort immer wieder bestätigt hat. Diese Jugendlichen wurden rein gemacht und sie führten ein reines Leben, weil sie das Wort Gottes ernst nahmen, indem sie es in ihren Herzen bewahrten und befolgten.

Gottes Wort reinigt uns. Es macht uns heilig und bewirkt, dass wir Annahme bei Ihm finden.

„Ihr Männer, liebt eure Frauen! wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, um sie zu heiligen, reinigend durch das Wasserbad im Wort, damit er die Gemeinde sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei.“ (Eph. 5,25-27)

Wenn Sie ein Mann sind, dann möchte ich Ihnen gerne Folgendes klar und deutlich sagen: Diese Worte sind keine Empfehlung, sondern ein Befehl! Wie wird Jesus zu einer Braut kommen, die heilig und ohne Flecken ist? Durch das Wasserbad im Wort Gottes: Das Wort Gottes macht uns heilig; es reinigt uns. Jesus rettet uns durch das Blut, das Er für uns geopfert hat, aber Er reinigt uns bzw. Er macht uns heilig durch das Wasserbad Seines Wortes. Wir brauchen beides – wir werden durch das Blut erlöst, damit wir dann durch das Wort gereinigt werden können.

Gottes Wort ist ein geistlicher Spiegel. Wenn wir in diesen Spiegel schauen, zeigt er uns jedoch nicht unser äußeres Erscheinungsbild, sondern Er offenbart uns, wie es in unserem Inneren wirklich aussieht:

„Denn wenn jemand ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter,der gleicht einem Mann, der sein natürliches Gesicht in einem Spiegel betrachtet. Denn er hat sich selbst betrachtet und ist weggegangen, und er hat sogleich vergessen, wie er beschaffen war. Wer aber in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineingeschaut hat und dabei geblieben ist, indem er nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes ist, der wird in seinem Tun glückselig sein.“ (Jak 1,23-25)

Wenn Sie in einen Spiegel schauen und feststellen, dass da irgendetwas nicht stimmt, dann ist es einfach vernünftig, sich sofort darum zu kümmern. Wenn es z. B. an Ihrer Frisur etwas zu bemängeln gibt, dann kämmen Sie sich die Haare. Jakobus sagt hier, dass wir uns genau so verhalten müssen, wenn wir in den Spiegel von Gottes Wort schauen: Wir müssen unser „geistliches Ich“ kritisch überprüfen und dann bereit sein, sofort jede nötige Korrektur vorzunehmen, die uns unser geistliches Spiegelbild offenbart.

Wenn Gottes Spiegel uns als Erstes die Wahrheit unserer eigenen Sünde offenbart, dann müssen wir sofort auf diese Offenbarung reagieren: Wir müssen Buße tun, wir müssen glauben und wir müssen dem Evangelium gehorchen, damit wir nicht länger unsere alte sündhafte Natur zu sehen bekommen, wenn wir das nächste Mal. in den Spiegel schauen! Stattdessen werden wir uns dann so sehen, wie Gott selbst uns „in Christus“ sieht – als eine „neue Schöpfung", die Vergebung, Reinigung und Rechtfertigung empfangen hat. Auf diese Weise wird uns deutlich bewusst, welch ein herrliches Wunder sich da ereignet hat!

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