Die richtige Art, auf Prüfungen zu reagieren

Teaching Legacy Letter
*First Published: 2020
*Last Updated: März 2026
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The blessings, promises, and privileges God provides for us as part of our inheritance in Christ are given to equip us to establish His Kingdom on earth. Jesus gave us the model prayer: “Thy Kingdom come, Thy will be done in earth, as it is in heaven” (Matthew 6:10, kjv). This is God’s first priority—and all through history it has never changed.
The blessings God gives, however, (as wonderful as they are and as much as they help us to accomplish in life), are not our end goal. God’s primary purpose is for us to reign with Him. As Jesus has promised in Revelation 3:21 (nasb1995):
He who overcomes, I will grant to him to sit down with Me on My throne, as I also overcame and sat down with My Father on His throne.
Our ultimate destination is to be seated on the throne with Jesus Christ Himself, ruling and reigning with Him in eternity! The purpose of this Teaching Legacy series, Preparing to Reign with Christ, is to help us know how to step into this place of incredible responsibility.
Tests Are Unavoidable
We noted previously in this series that a higher level of maturity is required for us to reign with Christ—and that will inevitably include testing. The Apostle Peter confirms this fact:
Dear friends, do not be surprised at the fiery ordeal that has come on you to test you. (1 Peter 4:12, niv)
Wir alle werden als Christen Prüfungen unterzogen. Diese können uns auf die unterschiedlichste Weise begegnen: eine gesundheitliche oder finanzielle Krise, der Abbruch einer persönlichen Beziehung, Ablehnung oder Verfolgung aufgrund unseres Glaubens; ein langer, dunkler Tunnel, an dessen Ende kein Licht zu erkennen ist. Bei jeder Form von Prüfung dürfen wir nie vergessen, dass Gott mehr an unserem Charakter interessiert ist als an unseren Leistungen.
Wie reagieren wir nun richtig auf Prüfungen?
Zunächst einmal müssen wir zwischen Prüfung und Züchtigung unterscheiden. All zu oft erkennen wir als Christen die Züchtigung Gottes nicht. Aufgrund dessen nehmen wir eine Haltung des Widerstandes gegen den Teufel an, anstatt uns Gott unterzuordnen. Die grundsätzliche Charakterschwäche, die hier zutage tritt, ist Stolz.
Presumptuous Pride
Ruth und ich wiederholen oft das Gebet am Schluss des 19. Psalms, Verse 13 und 14:
«Verfehlungen – wer erkennt sie? Sprich mich los von denen, die verborgen sind! Auch vor mutwilligen bewahre deinen Knecht, damit sie nicht über mich herrschen; dann werde ich unsträflich sein und frei bleiben von großer Übertretung!»
Ich habe erkannt, dass es sich bei verborgenen Sünden nicht um Dinge handelt, die wir vor anderen verbergen – schon gar nicht vor Gott. Diese sind uns selbst verborgen; es sind Charakterschwächen, die wir selber nicht erkennen. David beschreibt sie als mutwillig – Sünden, die wir begehen und dabei glauben, dass unser Verhalten vor Gott wohlgefällig sei, obwohl es ihm in Wahrheit missfällt.
Sehr oft offenbart uns Gott derartige Sünden so lange nicht, bis wir uns bewusst vor ihm demütigen und ihn einladen, unseren Charakter zu durchforschen und unsere innersten Motive offen zu legen.
Four Benchmarks
Sobald uns bewusst wird, dass das, was wir durchmachen, tatsächlich eine Prüfung Gottes ist, müssen wir auf folgende vier Eckpfeiler achten:
1. Busse
Busse ist wohl die von zeitgenössischen Predigern am wenigsten betonte christliche Grundlehre. Die Aussage: «Du musst nur glauben» hört sich zwar nett an, ist aber unbiblisch. Vom Anfang bis zum Ende des Neuen Testaments lautet die Botschaft stets: Tu Busse und dann glaube. Wenn es noch Sünde in unserem Leben gibt, dann ist irgendein Glaube, der nicht aus Busse heraus erwächst, humanistischer Schein. Er bringt nicht die Resultate, die echter Glaube bringt.
Eine einfache Darstellung wahrer Busse ist die Kehrtwende eines Fahrzeugs. Man erkennt, dass das Leben in die falsche Richtung gegangen ist. Man hält an und macht eine Kehrtwende. Anschliessend fährt man in entgegengesetzter Richtung. Wenn du jedoch nach wie vor in die alte Richtung gehst, hast du nicht wirklich Busse getan.
2. Hingabe
Laut Römer 10,9 gibt es zwei wesentliche Voraussetzungen für die Errettung: Mit dem Herzen glauben, dass Gott Jesus aus den Toten auferweckt hat, und mit dem Mund Jesus als Herrn bekennen.
Wer Jesus als Herrn bekennt, gibt ihm die uneingeschränkte Kontrolle über sein ganzes Leben, die Finanzen, Begabungen, Prioritäten, Beziehungen. Wir können nichts zurückhalten. Jemand sagte einmal: «Jesus ist entweder in jedem Bereich Herr – oder überhaupt nicht.»
3. Die Einstellung gegenüber der Heiligen Schrift
Satan gelang es, unsere Urahnen zu Fall zu bringen, indem er sie dazu verführte, die Richtigkeit des Wortes Gottes anzuzweifeln: «Hat Gott wirklich gesagt ... ?» (1. Mo. 3,1) Jesus selbst bestätigte die Heilige Schrift mit dem Siegel seiner göttlichen Autorität, als er sie das Wort Gottes nannte und hinzufügte: «... und die Schrift kann nicht aufgelöst werden» (Joh. 10,35) Paulus bemerkt kategorisch: «Alle Schrift ist von Gott eingegeben ...» (2. Tim. 3,16)
Die Autorität der Heiligen Schrift anzuzweifeln ist ein Luxus, den sich niemand von uns leisten kann. Genauso sicher wie damals im Garten Eden, ist das auch heute noch der Weg ins Verderben.
4. Richtige Beziehungen
Die richtige Lehre ist die Grundlage für den christlichen Glauben. Richtig angewandt bringt sie aber auch die richtigen Beziehungen hervor. Unsere persönlichen Beziehungen sollten die Lehre, zu der wir uns bekennen, widerspiegeln.
Jesus selbst hat grossen Nachdruck auf richtige Beziehungen gelegt. Er gab klare Richtlinien für den Umgang mit einem Bruder, der gegen uns sündigt. «Wenn aber dein Bruder sündigt, so geh hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein! Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. Wenn er aber nicht hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit aus zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache bestätigt werde! Wenn er aber nicht auf sie hören wird, so sage es der Gemeinde; wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hören wird, so sei er dir wie der Heide und der Zöllner! Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr etwas auf der Erde bindet, wird es im Himmel gebunden sein, und wenn ihr etwas auf der Erde löst, wird es im Himmel gelöst sein.» (Mt. 18,15–17) In der Bergpredigt spricht er die folgende Warnung aus: «Komm deinem Gegner schnell entgegen, während du mit ihm auf dem Weg bist!» (Mt. 5,25) Er schliesst sein Vorbildgebet mit einer ernsten Warnung: «Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euer Vater eure Vergehungen auch nicht vergeben.» (Mt. 6,15)
In Zeiten von Prüfungen sollten wir sorgfältig unsere Einstellungen und Beziehungen überprüfen, um sicherzustellen, dass wir Bitterkeit oder Unversöhnlichkeit in unserem Herzen keinen Raum geben und dem anderen nichts mehr nachtragen. Darüber hinaus dürfen wir nicht vergessen, dass wir mit den falschen Leuten nicht die richtigen Beziehungen haben können. Paulus warnt uns: «Irrt euch nicht: Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.» (1. Kor. 15,33) Wir können kein heiliges Leben führen, wenn wir bewusst den Umgang mit unheiligen Menschen pflegen. All diese Beziehungen müssen mit dem scharfen Schwert des Wortes Gottes durchtrennt werden.
Das Vorbild Jesu
Das beste Beispiel für die richtige Reaktion auf Prüfungen lieferte Jesus selbst, der in allem in gleicher Weise wie wir versucht worden ist, jedoch ohne Sünde blieb (Hebr 4,15). Um seinem Beispiel folgen zu können, müssen wir ... «... jede Bürde und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer laufen den vor uns liegenden Wettlauf, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, ...» (Hebr. 12,1–2)
Es reicht nicht aus, dass wir uns mit tatsächlichen Sünden in unserem Leben auseinandersetzen. Wir müssen auch jede Bürde ablegen – Dinge, die nicht an sich sündig sind, aber uns davon abhalten, uns voll und ganz auf den Dienst für Christus zu konzentrieren.
Ein Läufer in einem Rennen entledigt sich allem bis auf das notwendige Minimum. Er trägt kein Gramm unnötigen Gewichts mit sich herum. Wir müssen dasselbe tun. Hier einige Dinge, die wir möglicherweise ablegen müssen:
- Soziale Verpflichtungen, die keine geistliche Bedeutung haben,
- Sentimentale Anhänglichkeit an Menschen, Orte oder Haustiere,
- übermässiges Beschäftigen mit dem Börsengeschehen, Sport, Mode,
- Sorgen um Geld, Gesundheit, Familie oder Politik.
Bei allen Dingen, denen wir Zeit und Aufmerksamkeit widmen, müssen wir uns zwei Fragen stellen:
- Wird Jesus dadurch verherrlicht?
- Bringt es mich geistlich weiter?
Ausharren tut Not
Eine wesentliche charakterliche Voraussetzung vom Anfang bis zum Ende der Heiligen Schrift ist Ausharren. Bei vielen Christen ist dieses Thema jedoch nicht sehr beliebt. Wenn ich beim Predigen ankündige, dass ich gedenke über Ausharren zu sprechen, höre ich nur selten bekräftigende «Hallelujas». Manchmal fahre ich fort: «Ich möchte euch erklären, wie man lernen kann auszuharren.» Die Leute hören eifrig zu und sind begierig, das Geheimnis zu erfahren. «Es gibt nur einen einzigen Weg, Ausharren zu lernen», fahre ich fort, «und zwar, indem man ausharrt.» Dem schliesst sich ein kaum hörbares, gemeinschaftliches Seufzen an, als wollten die Zuhörer sagen: «Gibt es denn keinen leichteren Weg?»
Nein, es gibt keinen leichteren Weg! Ausharren ist ein grundlegendes Element eines siegreichen Lebens als Christ, das nur durch Ausharren gepflegt werden kann. Sobald wir diese Tatsache akzeptiert haben, können wir damit anfangen, auf jede Prüfung, der wir unterzogen werden, angemessen zu reagieren. Wir können sie für lauter Freude erachten, indem wir erkennen, dass die Bewährung unseres Glaubens Ausharren bewirkt (Jak. 1,2–3).
Wir werden jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Ausharren ein vollkommenes Werk haben soll (Jak. 1,4). Mit anderen Worten: Wir müssen solange ausharren, bis der Wille Gottes vollständig verwirklicht worden ist und er die Prüfung beendet. Gott teilt uns nur sehr selten im voraus mit, dass eine Prüfung beispielsweise sechs Monate dauern wird. Aus diesem Grunde mag jemand vielleicht nach fünfeinhalb Monaten sagen: «Ich halte das nicht mehr aus. Ich gebe auf!» Wie traurig! Nach weiteren 15 Tagen des Ausharrens wäre Gottes Wille vollbracht gewesen. Doch nun muss diese Person sich einer weiteren Prüfung unterziehen, die sich wiederum mit derselben Charakterschwäche beschäftigt. Gott wird seine Prüfungen solange nicht beenden, bis seine Absicht erreicht ist. Je eher wir lernen auszuharren, desto schneller wird unser geistlicher Fortschritt sein. In 1. Kor. 9,25 greift Paulus – ebenso wie der Verfasser des Hebräerbriefes – das Beispiel eines Athleten auf: Jeder aber, der kämpft, ist enthaltsam (übt Selbstbeherrschung) in allem. Nur wenn wir Selbstbeherrschung üben, werden wir die Kraft zum Ausharren haben.
The Steps We Take
In 2. Petr. 1,5–7 führt Petrus sieben aufeinanderfolgende «Schritte» auf, die von der Grundlage des Glaubens bis zur Liebe (Agape) führen. Die einzelnen Schritte sind:
- Tugend (ausgezeichnete moralische Qualitäten),
- Erkenntnis,
- Enthaltsamkeit (Selbstbeherrschung),
- Ausharren,
- Gottseligkeit (Gottesfurcht),
- Bruderliebe,
- Liebe.
Dies macht deutlich, dass Selbstbeherrschung eine grundlegende Voraussetzung für das Ausharren ist. Jede Prüfung, in der man ausharren muss, ist gleichzeitig auch ein Test der Selbstbeherrschung. Hierdurch tritt jede Schwäche in irgendeinem der zahlreichen Bereiche unserer Persönlichkeit zutage. Im Bereich der Gefühle mag der Schwachpunkt Furcht, Entmutigung oder Depression sein, in unserer fleischlichen Natur vielleicht ungezügelte Lust oder massloses Verlangen. In unseren persönlichen Beziehungen haben wir vielleicht mit Zorn oder Neid zu kämpfen, in unserer geistlichen Entwicklung möglicherweise mit Stolz oder zu starkem Selbstvertrauen. Was auch immer der Schwachpunkt sein mag, er wird ans Licht kommen, wenn wir mit der Herausforderung des Ausharrens konfrontiert werden. Es ist eine traurige Tatsache, dass viele Christen nie über die beiden Stadien der Selbstkontrolle und des Ausharrens hinauskommen. Folglich erreichen sie nie die höheren christlichen Tugenden der verbleibenden drei Schritte: Gottesfurcht, Bruderliebe, Liebe.
Ich halte es für angebracht, diesen Lehrbrief mit derselben Schriftstelle zu schliessen, mit der ich bereits meinen letzten Lehrbrief beendete:
«Glückselig der Mann, der die Versuchung erduldet! Denn nachdem er bewährt ist, wird er den Siegeskranz des Lebens empfangen, den der Herr denen verheissen hat, die ihn lieben.» (Jak. 1,12)
Is it your desire to receive that crown of life? If so, let’s join in the following prayer together:
*Prayer Response
Lord, with all my heart, I yield my life entirely to You. In Your great wisdom, You have planned the exact tests I need. Please help me to embrace each test. Teach me how to endure. I want to pass the tests, Lord Jesus, so I may reign with You in this life and the next. Amen.
Code: TL-L134-100-DEU