Die Lösung

Teaching Legacy Letter
*First Published: 2012
*Last Updated: März 2026
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In my last letter, we looked at the definition of rejection. Simply defined, it is the sense of being unwanted, the feeling that although you want people to love you, it seems no one does. Or it is wanting to be a part of a group, but feeling excluded. This is common, even in Christian circles.
We went on to look at how Scripture portrays rejection. In particular, the poignant picture in Isaiah 54:6 of a brokenhearted married woman.
“For the Lord has called you like a woman forsaken and grieved in spirit, like a youthful wife, when you were refused,” says your God.
There are many other ways in which rejection can arise and different ways someone may react to them.
Nun wollen wir insbesondere von spezifischen Antworten zu diesem Problem der Ablehnung sprechen. Wir wollen die Antwort der Schrift dazu zeigen. Und ich möchte etwas sagen: Es funktioniert! Wir haben erlebt, wie manch ein Leben radikal verändert wurde; nicht bloss temporär oder oberflächlich, sondern radikal.
Jede Lösung von Gott für jedes Problem in unseren Leben stammt vom Kreuz. Das Kreuz, an dem der Herr die Lösung für all unsere Probleme errungen hat – und Jesus hat sich mit diesem besonderen Problem der Ablehnung am Kreuz auseinandergesetzt.
Vor vielen Jahren (tatsächlich war es im Jahr 1943) hat der Herr durch Geistesgaben zu mir gesprochen, ich sollte das Werk von Golgatha bedenken; dass es ein vollkommenes Werk war – vollkommen in jeder Hinsicht, perfekt in jedem Aspekt. Ich habe danach während mehreren Jahrzehnten das Werk von Golgatha – was Jesus am Kreuz vollbrachte – bewegt und bedacht, und immer wenn es schien, ich hätte alles gesehen, entdeckte ich einen neuen Aspekt.
Der Tausch
Über die Jahre hat der Herr mir ein grundlegendes Prinzip des Kreuzes vor Augen geführt: dass nämlich ein Tausch stattfand, ein von Gott ausgestalteter Tausch. Gott der Herr sorgte dafür, dass am Kreuz – um Gottes ewige Gerechtigkeit zu erfüllen – all das Böse Jesus traf, welches gerechterweise dem menschlichen Geschlecht zugestanden hätte; damit umgekehrt durch Glauben jeder, der Busse tut und glaubt, all das Gute, das Jesus entsprechend seiner Gerechtigkeit zusteht, empfangen kann. Jesus nahm das Böse, so dass wir das Gute bekommen können. Das ist sehr einfach, sehr simpel. Wenn wir das jedoch zu verstehen beginnen, eröffnen sich uns unendliche Segensströme für unsere Seele.
Gott liess alles Üble, Böse Jesus treffen, auf dass wir all das Gute, den Segen empfangen können. Je länger ich darüber meditiere, umso mehr erkenne ich, wie vollkommen dieser Tausch war. Hier sind ein paar Aspekte dieses Tausches:
Jesus wurde bestraft für unsere Sünde, damit uns vergeben wird. Jesus wurde wegen unserer Gebrechen verwundet, damit wir geheilt werden können. Jesus nahm unsere Krankheit auf sich, damit wir Gesundheit haben können. Jesus wurde an unserer Stelle arm, damit wir reich werden können. Jesus starb unseren Tod, damit wir sein Leben haben können.
Während ich darüber nachdachte, sprach der Herr zu mir, dass es noch eine andere Seite bei diesem Tausch gäbe, nämlich Ablehnung. In Jesaja 53,3 heisst es doch:
«Er war verachtet und von den Menschen verlassen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut.»
Während dreieinhalb Jahren seines Lebens hat Jesus sein Leben ganz damit verbracht, Gutes zu tun: Sünden zu vergeben, Kranke zu heilen, dämonisierte Menschen zu befreien. Er tat lauter Gutes. Am Ende dieser Zeit wurde das Volk, dem er angehörte – sein Volk, die jüdische Nation – durch ihren römischen Statthalter vor die Wahl gestellt, wen sie vorziehen würden: Jesus von Nazareth oder einen Kriminellen mit Namen Barrabas. Dieser war schuldig geworden, einen Aufstand angezettelt zu haben, und er war ein Räuber und Mörder. In einem kaum zu fassenden, einem der tragischsten Entscheide der Weltgeschichte, wurde Jesus abgelehnt und an seiner Stelle Barrabas, der politische Rebell, gewählt.
Sie riefen: «Hinweg mit Jesus. Kreuzige ihn. Wir wollen nicht ihn, sondern Barrabas, den Dieb und Räuber.» Wie hat Jesus darauf reagiert? Er betete, der Vater möge denen vergeben, welche ihn kreuzigten. Er war nicht besorgt darum, was mit ihm selber geschah. Er war vielmehr besorgt darum, was mit ihnen geschehen würde. Das wunderbare Beispiel Jesu ist, dass er, obschon er Agonie und Ablehnung erfuhr, nicht von seiner Situation in Beschlag genommen, sondern über die betroffen war, welche ihn abgelehnt hatten. Welch ein Vorbild!
Als ich Jesu Tausch am Kreuz unter dem Aspekt der Ablehnung untersuchte, fiel mir etwas Überraschendes auf: Obwohl er durch Menschen abgelehnt wurde, bestand seine letzte Qual am Kreuz in der Ablehnung durch seinen Vater. Wenn wir die Textstelle lesen, erfahren wir gegen Schluss, wie er während der grauenvollen Erfahrung sagt:
«Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?» (Matthäus 27,46)
Aber es kam keine Antwort vom Himmel. Zum ersten Mal in der Geschichte des Universums verschloss der Vater seine Ohren vor dem Schrei seines Sohnes. Dann wusste Jesus, dass sein Vater ihn verstossen hatte. Warum hatte er ihn verstossen? Die Schrift sagt von Gott:
«Du hast zu reine Augen, um Böses mitansehen zu können, und Verderben vermagst du nicht anzuschauen» (Habakuk 1,13)
Als Jesus für unsere Sünde zur Sünde gemacht wurde, wandte Gott seine Augen von seinem Sohn ab und verschloss seine Ohren vor seinem Schreien.
Nach diesem kam nur noch ein einziger Schrei von den Lippen von Jesus, bevor er verschied. Ich glaube, es ist buchstäblich so, dass er an einem gebrochenen Herzen starb. Was sein Herz brach, war nicht die Ablehnung durch die Menschen, sondern die Ablehnung durch seinen Vater.
Jeder Person, die diesen Lehrbrief liest und Qualen der Ablehnung erlitten hat, möchte ich sagen: Jesus hat die tiefste, schmerzlichste Ablehnung erlebt; ja, die Ablehnung durch seinen Vater. Er ertrug sie, damit wir gerettet werden können. Wenn es je eine gute Nachricht für diese Generation gegeben hat, dann ist es diese.
Annahme
Was ist das Gegenteil von Ablehnung? Annahme. Ich schätze die englische New-King-James-Übersetzung, weil sie sagt, dass Gott uns «annehmbar gemacht hat im Geliebten». Jesus, Gottes wahrer und eingeborener Sohn, wurde abgelehnt, damit wir unwürdige Rebellen die Annahme des Vaters haben dürfen. Also ist das beste Gegenmittel für unsere Ablehnung der Glaube, dass Jesus unsere Ablehnung getragen hat, so dass wir seine Annahme beim Vater haben dürfen.
Manchmal gibt es Probleme mit irdischen Eltern, die nie beseitigt werden können. Aber, Freunde, egal ob niemand euch gewollt hat, niemand euch geliebt hat, eure Eltern nicht einmal verheiratet waren: wer zu Gott kommt durch Jesus Christus wird ein Mitglied der besten Familie im Universum, und Gott hat keine zweitklassigen Kinder.
Gottes Familie ist die beste Familie. Es gibt keine Familie, die nur annähernd an sie herankommt. Auch wenn sich deine Familie nicht um dich gekümmert, dein Vater dich abgelehnt, deine Mutter nie Zeit für dich gehabt oder dein Ehemann dir nie Liebe gezeigt hat: Gott will dich trotzdem! Du bist angenommen. Dir gilt seine besondere Aufmerksamkeit und Zuneigung. Alles, was er im Universum macht, dreht sich um dich!
Wenn Gott sagt, dass wir angenommen sind, meint er damit nicht einfach geduldet – dass wir ihn nicht belästigen, aufregen oder stören. Wir brauchen nie zu viel von seiner Zeit. Das einzige, was ihn betrübt, ist, wenn wir zu lange wegbleiben.
Gott drängt uns nicht in eine Ecke und sagt: «Warte, ich bin zu beschäftigt. Ich habe keine Zeit für dich.» Nein, sondern er sagt: «Ich bin an dir interessiert. Du bist willkommen. Komm herein. Ich habe lange auf dich gewartet.»
Es ist so wie mit dem Vater in der Geschichte vom verlorenen Sohn (Lukas 15,11-32). Er war draussen und hielt Ausschau nach dem Sohn, ob er nach Hause kommt. Man musste nicht kommen und ihm mitteilen: «Dein Sohn ist nach Hause gekommen», weil der Vater der erste war, der es wusste. Er wusste es vor jedem anderen in der Familie.
Gottes Haltung uns gegenüber in Christus ist genau so. Wir sind nicht abgelehnt. Wir sind keine Bürger zweiter Klasse. Wir sind nicht nur Diener. Als der verlorene Sohn nach Hause kam, war er bereit, ein Diener zu sein. Aber der Vater wollte davon nichts wissen. Ganz im Gegenteil, er sagte: «Bringt das beste Gewand. Zieht ihm Schuhe an und steckt ihm einen Ring an seinen Finger. Schlachtet das gemästete Kalb. Denn dieser mein Sohn war verloren und ist gefunden worden, war tot und ist wieder lebendig geworden.» Der ganze Haushalt wurde auf den Kopf gestellt, um ihn willkommen zu heissen.
Desgleichen sagte Jesus:
«So wird auch Freude sein im Himmel über einen Sünder, der Busse tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die keine Busse brauchen» (Lukas 15,7)
So heisst uns Gott willkommen in Christus.
Wir müssen folgende zwei grundlegenden Tatsachen verstehen:
- Christus trug am Kreuz unsere Ablehnungen – all den Kummer und Schmerz.
- Ein Tausch hat stattgefunden: Wir sind angenommen wegen seiner Ablehnung. Wir sind «angenommen in dem Geliebten.»
Manchmal müssen wir nichts weiter tun, als diese zwei Tatsachen erfassen, um Ablehnung zu überwinden. Es war vor einigen Jahren an einer Konferenz, und ich war gerade in Eile, weil ich predigen musste, da stiess ich wortwörtlich mit einer Frau zusammen, die mir entgegen kam. Sie war etwas ausser Atem und sagte: «Oh Bruder Prince! Ich habe dafür gebetet, dass – falls Gott es will, dass wir uns treffen – wir uns treffen würden.»
«Nun», antwortete ich, «wir haben uns getroffen. Was ist das Problem? Ich habe etwa zwei Minuten Zeit. Ich muss demnächst predigen.»
Also, sie fing an zu reden, und nach etwa einer halben Minute, sagte ich: «Warten Sie. Ich kenne Ihr Problem. Ich brauche keine weiteren Fakten. Ihr Problem ist Ablehnung.» Ich sagte ihr: «Ich möchte, dass Sie mir folgende Worte laut nachsprechen.» So führte ich sie in dieser Aussage, die sie nachsprach. Ich erinnere mich nicht mehr an die genauen Worte; mehr oder weniger sagte ich folgendes: «Gott, ich danke dir dass du mein Vater bist und ich dein Kind. Ich bin ein Mitglied der Familie Gottes. Der Himmel ist meine Heimat. Ich gehöre zur Familie. Ich bin nicht abgelehnt. Ich bin angenommen. Gott liebt mich. Er will mich. Er kümmert sich um mich.» Ich sagte «Amen», verabschiedete mich und ging davon.
Etwa einen Monat später erhielt ich einen Brief von der selben Person, in dem sie schrieb: «ich möchte Ihnen mitteilen, dass diese zwei Minuten mit Ihnen und diese Worte, die Sie gesprochen haben, mein Leben komplett verändert haben. Ich bin seither eine ganz andere Person.» Warum war sie anders? Weil sie erkannte, was es heisst, von Christus angenommen zu sein.
Vier Schritte
Bei vielen Menschen löst das Bekenntnis ihrer Annahme in Christus das Problem. Bei andern braucht es mehr. Deshalb erkläre ich etwas genauer die einfachen Schritte, die jemand machen muss, der unter Ablehnung leidet. Ich glaube, der Heilige Geist wird dir zeigen, ob es dich betrifft.
1. Vergib denen, die dich abgelehnt haben
Das ist wesentlich. Vielleicht sagt jemand: «Aber mein Vater ist tot.» Das wurde mir schon viele Male gesagt, und ich antworte jedesmal: «Das macht nichts, denn wir vergeben nicht für das Wohl des Vaters, sondern für uns selber.»
Ich kenne einen netten, jungen Christen, der diese Botschaft hörte. Er erkannte, dass er jahrelang Bitterkeit, Groll, Wut und Rebellion gegen seinen verstorbenen Vater mit sich herumgetragen hatte. Er nahm seine Frau auf eine mehrere hundert Meilen weite Reise mit zum Friedhof, wo sein Vater begraben war. Während seine Frau im Auto wartete, ging er alleine zum Grab seines Vaters. Er kniete sich nieder und für die nächsten paar Stunden schüttete er sein Herz aus und entledigte sich von all seinen giftigen Gesinnungen. Er erhob sich nicht, bis er sicher war, dass er seinem Vater vergeben hatte. Als er aus dem Friedhof heraus kam, war er eine veränderte Person. Seine Frau bestätigt heute, dass sie einen neuen Mann hat. Als sein Vater gestorben war, war seine Verbitterung noch am Leben geblieben.
Vergebung ist nicht zum Wohl dessen, der tot oder weit weg ist; wir sprechen von unserer eigenen Seite der Beziehung. Wir müssen vergeben zu unserem eigenen Wohl. Lasst mich wiederholen, was ich schon viele Male gesagt habe: Vergebung ist keine Gefühlsregung, sondern es ist eine Entscheidung. Sage nicht «ich kann nicht.» In Wahrheit ist es «ich will nicht.» Aber wer sagt «ich will nicht» kann auch sagen «ich will.»
Der erste Schritt ist also, jeder Person zu vergeben, von der du dich abgelehnt gefühlt hast.
2. Lege alle Bitterkeit, allen Groll, allen Hass und alle Rebellion ab
Das sind vier Reaktionen, die häufig tief sitzende Ablehnung begleiten.
3. Anerkenne die Tatsache, dass du in Christus angenommen bist, dass Gott dich annimmt
Ich möchte nochmals betonen: Das heisst nicht, dass er dich lediglich duldet. Er liebt dich. Er ist an dir interessiert. Er sorgt sich um dich. Ich weiss nicht, wie vielen jungen Menschen ich das gesagt habe – und ihre Gesichter haben aufgeleuchtet, als ich es gesagt habe.
4. Eines musst du noch tun, vergiss es nicht: du musst dich selber annehmen
Manchmal ist das der schwierigste Teil. Ich sage Gottes Kindern, dass sie sich selber nie herabsetzen, nie selber kritisieren sollen, denn wir sind Gottes Werk.
«Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst du mich so?» (Römer 9,20)
Es steht dir nicht zu, das zu tun. Gott weiss, was er tut. Vertraue ihm. Als Christ ist es nicht Demut, sich selber zu kritisieren, sondern Rebellion. Setze dich nicht herab. Du bist Gottes Kunstwerk, sein Meisterstück, wofür er die grösste Zeit und Sorgfalt aufgewendet hat – mehr als für alles andere, das er im Universum erschaffen hat. Du bist ganz oben auf der Liste. Wenn dich das nicht glücklich macht, was sonst?
Erlebe deine Freisetzung
Nun, da wir die Ablehnung aus verschiedenen Gesichtspunkten angeschaut haben, möchte ich jeden einladen, sich von ihr zu lösen. Mag sein, dass das ein Bereich in deinem Leben ist, dem du dich bisher noch nie gestellt hast, und jetzt deckt der Heilige Geist etwas auf, das dein Verstand bisher nicht einsehen wollte. Falls der Herr dir gezeigt hat, dass du von Ablehnung frei werden musst und du praktische Schritte unternehmen willst, dann bitte ich dich dringend, die folgende Proklamation laut auszusprechen. Und falls dir beim Sprechen die Tränen kommen und du das Bedürfnis hast zu weinen, dann halte es nicht zurück. Solch eine Erfahrung könntest du nicht einmal für tausend Dollar kaufen.
*Prayer Response
Vater, ich vergebe. Ich lege Bitterkeit, Groll, Hass und Rebellion ab. Ich danke dir, Gott, dass ich in Christus angenommen bin. Ich bin ein Kind Gottes. Der Himmel ist meine Heimat. Ich gehöre zur besten Familie im Universum. In meinen Adern fliesst königliches Blut.
Herr Jesus Christus, ich glaube, dass du der Sohn Gottes bist und der einzige Weg zu Gott. Du bist am Kreuz für meine Sünden gestorben, und du bist wieder von den Toten auferstanden. Ich tue Busse für alle meine Sünden, und ich vergebe jeder anderen Person, so wie Gott mir vergeben hat. Allen, die mich abgelehnt und verletzt haben, oder mir keine Liebe entgegen gebracht haben – Gott, ich vergebe ihnen allen.
Ich vertraue dir für deine Vergebung und glaube, Herr, dass du mich jetzt angenommen hast, so wie ich bin, in Christus. Ich bin angenommen. Ich habe Gunst bei dir. Du kümmerst dich ganz besonders um mich. Du liebst mich wirklich. Du willst mich. Du bist mein Vater, Herr, und ich danke dir.
Und eines will ich noch sagen: Ich nehme mich selbst in Christus an, so wie du mich geschaffen hast. Ich bin dein Werk. Ich danke dir für das, was du gemacht hast, und ich glaube, dass du ein gutes Werk angefangen hast und es weiterführen wirst bis zum Tag von Christus dem Herrn. Ich löse mich jetzt von jedem dunklen, bösen Druck. Ich setze meinen Geist frei, um mich in dir zu freuen. In Jesu Namen, Amen.
Code: TL-L085-100-DEU