Garam Dunia

Teaching Legacy Letter
*First Published: 2009
*Last Updated: März 2026
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«Ihr seid das Salz der Erde» (Matth. 5,13). Durch diese Aussage redet Jesus nicht nur zu seinen Jüngern von damals, sondern zu uns allen, die die Autorität seiner Lehre anerkennen. Jesus vergleicht unsere Funktion auf der Welt mit der des Salzes. Es wird klar, was er damit meint, wenn wir die beiden Verwendungen des Salzes im Bezug auf unser Essen beachten: Salz gibt Geschmack und Salz verlangsamt den Fäulnisprozess.
Salz gibt Geschmack
Als Christen sollen wir so wie Salz den Speisen Geschmack gibt der Erde Geschmack geben. Gott freut sich an diesem Geschmack. Fade Nahrung wird annehmbar und schmackhaft, wenn sie mit Salz gewürzt wird. Hiob stellt diese rhetorische Frage:
«Lässt sich etwa Fades ohne Salz essen?» (Hiob 6,6)
Das Salz schafft die Veränderung, so dass wir uns am Essen freuen können, das wir sonst zurückweisen würden.
Unsere Anwesenheit macht die Erde annehmbar für Gott und anbefiehlt die Welt seinem Erbarmen. Weil wir hier sind, fährt Gott fort mit der Welt in Gnade und Barmherzigkeit zu handeln anstatt im Zorn und Gericht. Unsere Gegenwart bewirkt diesen Unterschied.
Dieses Prinzip ist lebhaft geschildert im Zusammenhang mit Abrahams Fürbitte für Sodom, wie wir in 1. Mose 18,16-33 lesen können. Der Herr hatte Abraham mitgeteilt, dass er hingehen und sehen wolle, ob die Schlechtigkeit der Stadt tatsächlich zu dem Punkt gekommen sei, wo das Gericht nicht mehr länger aufgehalten werden könne. Abraham ging dann mit und rechtete mit dem Herrn über die Situation.
Ein Prinzip des Gerichts
Abraham wendete ein Prinzip an, das die Basis legt für das, was nun folgt: Es ist nie der Wille Gottes, dass das Gericht, das durch die Gottlosen hervorgerufen wird, über die Gerechten kommen soll. «Würdest du auch den Gerechten umbringen mit dem Gottlosen?» fragte Abraham (Vers 23). «Das sei ferne von dir, dass du eine solche Sache tust und den Gerechten tötest mit dem Gottlosen, dass der Gerechte sei wie der Gottlose. Das sei ferne von dir! Sollte der Richter der ganzen Erde nicht gerecht richten? (Vers 25).
Der Herr macht klar in der nachfolgenden Unterredung, dass er das Prinzip akzeptiert, auf das sich Abraham beruft. Wie wichtig ist es, dass alle Gläubigen das verstehen! Wenn wir durch den Glauben an Christus gerecht gemacht wurden und ein Leben führen, wo der Glaube wirklich zum Ausdruck gebracht wird, dann ist es nie Gottes Wille, dass wir mit unter die Gerichte kommen, die er über die Gottlosen bringt.
Zwei klärende Faktoren
Leider verstehen Christen das oft nicht. Warum? Weil sie es versäumen, zwischen zwei Situationen zu unterscheiden, die äusserlich ähnlich aussehen mögen, aber in Wirklichkeit total verschieden sind in Art und Ursprung. Einerseits gibt es die Verfolgung um der Gerechtigkeit willen, andererseits Gottes Gericht über die Gottlosen.
Der Unterschied zwischen diesen zwei Situationen wird aufgezeigt durch die folgenden gegensätzlichen Aussagen: Verfolgung kommt von den Gottlosen über die Gerechten, aber Gericht kommt von Gott, der gerecht ist, über die Gottlosen. Also sind Verfolgung um der Gerechtigkeit willen und Gericht wegen der Gottlosigkeit einander entgegengesetzt in Ursprung, Zweck und Resultat.
Die Bibel warnt ganz offen, dass Christen Verfolgung erwarten müssen. In der Bergpredigt sagt Jesus zu seinen Jüngern:
«Glückselig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihrer ist das Reich der Himmel! Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen!» (Matth. 5,10-11)
Paulus schreibt dasselbe an Timotheus:
«Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden.» (2.Tim. 3,12)
Christen müssen deshalb vorbereitet sein, Verfolgung zu leiden für ihren Glauben und ihren Lebenswandel, und das sogar als ein Vorrecht ansehen.
Aber aus demselben Grund sollten Christen nie in Gottes Gericht über die Gottlosen eingeschlossen werden. Dieses Prinzip ist oftmals bezeugt in der Schrift. In 1. Kor. 11,32 schreibt Paulus seinen Glaubensgenossen und sagt: «Wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir vom Herrn gezüchtigt, damit wir nicht samt der Welt verurteilt werden.». Dies demonstriert, dass es einen Unterschied gibt zwischen Gottes Handeln mit Gläubigen und seinem Handeln mit der Welt. Als Gläubige mögen wir Gottes Züchtigung erfahren. Wenn wir uns seiner Züchtigung unterordnen und unser Leben in Ordnung bringen, dann sind wir nicht den Gerichten unterworfen, die über Ungläubige oder die Welt allgemein kommen. Der Endzweck von Gottes Züchtigung an den Gläubigen ist, uns vor seinen Gerichten über die Ungläubigen zu verschonen.
In 2. Mose Kapitel 7 bis 12 wird uns berichtet, wie Gott zehn Gerichte von immer zunehmender Härte über die Aegypter brachte, weil sie sich weigerten, auf seine Propheten Mose und Aaron zu hören. Durch all dies hindurch wohnte Israel, Gottes Volk, inmitten der Ägypter, aber keines der Gerichte kam über sie. In 2. Mose 11,7 wird uns der Grund aufgezeigt:
«Aber bei allen Kindern Israels soll kein Hund die Zunge regen, weder gegen Menschen noch gegen das Vieh, damit ihr erkennt, dass der Herr einen Unterschied macht zwischen Ägypten und Israel.»
Das Gericht kam nicht über Israel, weil der Herr «einen Unterschied machte» zwischen seinem Eigentumsvolk und den Ägyptern. Selbst die Hunde von Ägypten mussten diesen Unterschied anerkennen! Und der Unterschied gilt bis auf diesen Tag.
Wie viele sind genug?
Im weiteren Verlauf des Gesprächs mit dem Herrn betreffend Sodom versuchte Abraham die geringste Anzahl von gerechten Personen zu ermitteln, die nötig wären, ein Gericht über die ganze Stadt zu verhindern. Er begann mit fünfzig. Dann, mit einer bemerkenswerten Kombination von Ehrfurcht und Hartnäckigkeit, arbeitete er seinen Weg durch bis auf zehn. Der Herr versicherte Abraham schliesslich, dass wenn er nur zehn Gerechte in Sodom fände, er die ganze Stadt verschonen werde um der zehn willen.
Wie viele Einwohner hatte Sodom? Es wäre schwierig, eine genaue Schätzung zu wagen. Es gibt jedoch Zahlen für gewisse andere Städte des antiken Palästinas, die einen Vergleich erlauben. Ziehen wir diese andern Städte in Betracht, dann können wir sagen, dass die Bevölkerung von Sodom zur Zeit Abrahams wahrscheinlich nicht weniger war als Zehntausend.
Gott versicherte Abraham, dass zehn gerechte Personen durch ihre Gegenwart eine Stadt von zehntausend Einwohnern bewahren konnten. Das gibt ein Verhältnis eins zu tausend. Das gleiche Verhältnis steht in Hiob 33,23 und in Prediger 7,28, und beide Abschnitte zeigen, dass einer ein Mensch von hervorragender Gerechtigkeit ist, während der Rest dem Massstab Gottes nicht genügt.
Es ist einfach, dieses Verhältnis hoch zu rechnen. Die Gegenwart von zehn Gerechten kann eine Stadt von Zehntausend bewahren. Die Gegenwart von hundert Gerechten kann eine Stadt von Hunderttausend bewahren. Die Anwesenheit von tausend Gerechten kann eine Stadt von einer Million bewahren. Wieviele Gerechte sind nötig, um eine Nation so gross wie die USA zu bewahren, die etwas mehr als 300 Millionen Einwohner zählt? Etwa dreihunderttausend Personen.
Diese Zahlen rütteln uns auf. Gibt uns die Schrift Grund zu glauben, dass z.B. etwas mehr als eine Viertelmillion wahrhaft Gerechte, als Salzkörner über die USA verstreut, genügen würden, die ganze Nation vor Gottes Gericht zu schützen und seine Gnade und Barmherzigkeit weiter zu gewährleisten? Es wäre töricht, zu behaupten, solche Schätzungen seien exakt richtig. Trotzdem, die Bibel zeigt eindeutig das allgemeine Prinzip, dass die Gegenwart von gerechten Gläubigen der entscheidende Faktor ist in Gottes Handeln mit einer Stadt.
Dies führt uns zur zweiten Auswirkung der Gegenwart von Christen als «Salz der Erde».
Salz hält Verderbnis zurück
In den Tagen, wo es Kühlschränke noch nicht gab, brauchten die Seeleute Salz, um Fleisch auf ihren langen Reisen zu konservieren. Der Fäulnisprozess war schon im Gange, bevor das Fleisch gesalzen wurde. Salz hat die Fäulnis nicht absolut verhindert, aber es hielt die Fäulniserreger so zurück, dass die Seeleute das Fleisch noch lange essen konnten, während es sonst ungeniessbar geworden wäre.
Unsere Anwesenheit auf der Erde als Jünger Jesu wirkt genau so wie Salz im Fleisch. Der Prozess der Sündenfäulnis oder Verderbtheit ist schon am Werk. Das ist sichtbar auf jedem Gebiet des menschlichen Lebens – moralisch, religiös, sozial, politisch. Wir können die Korruption nicht ausrotten, die schon am Werk ist. Aber wir können sie so lange aufhalten, bis Gottes Absicht mit Gnade und Barmherzigkeit voll zur Auswirkung kommt. Dann, wenn unser Einfluss nicht mehr wahr genommen werden kann, wird die Verderbtheit zu ihrem Höhepunkt kommen und das Resultat wird völlige Entartung sein.
Diese Illustration, durch die Kraft des Salzes Verderben aufzuhalten, erklärt Paulus in 2. Thess. 2,3-12. Paulus warnt, dass die menschliche Bosheit zu ihrem Höhepunkt kommen wird in einem Weltherrscher, der mit übernatürlicher Kraft versehen und von Satan selbst geleitet sein wird. Paulus nennt diesen Herrscher «Mensch der Sünde» (andere Übersetzung: «Mensch der Gesetzlosigkeit») und «Sohn des Verderbens» (Vers 3). In 1. Joh. 2,18 wird er «Antichrist» genannt, und in Offenbarung 13,4 «das Tier». Dieser Herrscher wird tatsächlich für sich beanspruchen Gott zu sein und weltweite Anbetung fordern.
Die Erscheinung dieses satanischen Herrschers ist nicht zu verhindern. Paulus sagt mit Sicherheit «dann wird der Gesetzlose geoffenbart» (2. Thess. 2,8) Paulus erklärt im gleichen Vers auch, dass der wahre Christus das endgültige Gericht über diesen falschen Christus bringen wird – «den der Herr selbst mit dem Hauch seines Mundes durch die Erscheinung seiner Wiederkunft beseitigen wird».
Leider haben einige Prediger diese Lehre über den Antichrist benutzt, um in den Christen eine Haltung von Passivität und Fatalismus hervorzubringen. «Der Antichrist kommt» haben sie gesagt. «Die Dinge werden schlimmer und schlimmer.» Das Resultat davon ist, dass die Christen viel zu oft sich mit gefalteten Händen in frommer Betroffenheit zurücklehnen und zusehen, wie die Verwüstungen Satans ungehindert um sich greifen.
Die Haltungen von Passivität und Fatalismus sind genau so tragisch wie sie unbiblisch sind. Es ist wahr, dass der Antichrist schlussendlich hervorkommen muss. Aber es ist weit von der Wahrheit entfernt, dass in der Zwischenzeit nichts gegen ihn getan werden kann.
Die Kraft, die zurückhält
Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist eine Kraft am Werk in der Welt, die den Geist des Antichristen herausfordert, ihm widersteht und ihn zurückhält.
Diese Kraft, die gegenwärtig das ganze und endgültige Hervorkommen des Antichristen zurückhält, ist die persönliche Gegenwart des Heiligen Geistes in seiner Gemeinde. Das wird klar, wenn wir der sich entfaltenden Offenbarung der Schrift bezüglich der Person und dem Werk des Heiligen Geistes folgen.
Ganz am Anfang der Bibel in 1. Mose 1,2 wird uns gesagt, dass «der Geist Gottes über den Wassern schwebte.» Von dort an durch das ganze Alte Testament gibt es wiederholte Bezeugungen über die Aktivitäten des Heiligen Geistes auf der Erde. Jedoch am Schluss seines irdischen Dienstes hat Jesus seinen Jüngern versprochen, dass der Heilige Geist in Kürze zu ihnen kommen werde auf eine neue Art und Weise, anders als es bis dahin auf der Erde je geschehen war.
Der versprochene Beistand
In Joh. 14,16-17 verspricht Jesus:
«Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und erkennt ihn nicht; ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.»
Wir können diese Verheissung Jesu folgendermassen formulieren: «Ich war selbst mit euch während dreieinhalb Jahren und ich werde euch demnächst verlassen. Nachdem ich gegangen bin, wird eine andere Person kommen und meinen Platz einnehmen. Diese Person ist der Heilige Geist. Wenn er kommt, wird er für immer bei euch bleiben.»
Dieser von Jesus versprochene Personenwechsel fand in zwei Schritten statt: Erstens, die Himmelfahrt von Jesus; dann, zehn Tage später, das Herniederkommen des Heiligen Geistes an Pfingsten. An diesem Punkt in der Geschichte kam der Heilige Geist als Person vom Himmel und nahm Wohnsitz auf der Erde. Sein gegenwärtiger Wohnort ist der Leib der wahren Gläubigen, als Kollektiv «die Gemeinde» genannt. Zu diesem Leib von Gläubigen sagt Paulus in 1. Kor. 3,16:
«Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?»
Das grosse Geheimnis des Heiligen Geistes in seiner Gemeinde ist die Zubereitung des vollkommenen Leibes für Christus. Wenn das geschehen ist, wird dieser Leib Christi dargestellt werden wie eine Braut dem Bräutigam. Sobald dieser Dienst des Heiligen Geistes in der Gemeinde erfüllt ist, wird er wiederum von der Erde zurückgezogen werden und den vollendeten Leib Christi mitnehmen. So können wir die Aussage von Paulus folgendermassen formulieren:
«Der Heilige Geist, der jetzt den Antichrist in Schranken hält, wird damit fortfahren, bis er zurückgezogen wird.»
In der Welt ist der Geist des Antichristen daran, den Antichrist hervorzubringen. In den Jüngern Christi wohnt der Heilige Geist und hält das Hervorkommen des Antichristen zurück. Deshalb funktionieren die Jünger, in denen der Heilige Geist wohnt, wie ein Hindernis, das den Höhepunkt der Gesetzlosigkeit und das schlussendliche Hervorkommen des Antichrists zurückhält. Erst wenn der Heilige Geist, zusammen mit dem vollendeten Leib Christi, von der Erde weggenommen wird, werden die Kräfte der Gesetzlosigkeit ohne Zurückhaltung zur Vollendung ihrer Absichten im Antichrist hervortreten. In der Zwischenzeit ist es sowohl das Vorrecht als auch die Verantwortung von den Jüngern Christi, durch die Kraft des Heiligen Geistes die Kräfte des Antichristen zu überwinden und sie in Schranken zu halten.
Erfolgreiches Salz
Als Salz der Erde haben wir als Jesu Jünger zwei vorrangige Verantwortungen. Erstens, durch unsere Gegenwart anbefehlen wir die Welt Gottes anhaltender Gnade und Barmherzigkeit. Zweitens, durch die Kraft des Heiligen Geistes in uns halten wir die Kräfte der Korruption und Gottlosigkeit in Schranken bis zu Gottes festgesetzter Zeit.
Indem wir diese Verantwortungen erfüllen, steht die Gemeinde als Barriere da gegen Satans überlegene Ambition, nämlich die Herrschaft über die ganze Erde zu erlangen. Dies erklärt, weshalb Paulus in 2. Thess. 2,3 sagt: «dass zuerst der Abfall kommt und der Mensch der Sünde geoffenbart wird.» Das Wort «Abfall» bedeutet ein Wegfallen vom Glauben.
So lange wie die Gemeinde feststeht und kompromisslos im Glauben steht, hat sie die Macht, die schlussendliche Manifestation des Antichristen zurückzuhalten. Satan weiss das ganz genau, und deshalb ist sein vorderstes Ziel, den Glauben und die Gerechtigkeit der Gemeinde zu unterminieren. Wenn ihm das gelingt, wird die Barriere gegen seine Ziele entfernt und der Weg ist offen für ihn, geistliche und politische Kontrolle über die ganze Erde zu erlangen.
Nehmen wir an, Satan würde gewinnen, weil wir, die Christen, unsere Verantwortungen nicht wahrnehmen. Was dann? Jesus selbst gibt uns die Antwort. Wir werden zu «Salz, das seine Kraft verloren hat». Er warnt uns vor dem Ende, das fades Salz erwartet:
«Es taugt zu nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird.» (Matth. 5,13)
«Es taugt zu nichts mehr!» Das ist tatsächlich ernste Verdammnis. Was folgt? Wir werden «hinausgeworfen» - von Gott abgelehnt. Dann werden wir «von den Leuten zertreten.» Menschen werden die Werkzeuge von Gottes Gericht über eine salzlose, abgefallene Gemeinde. Wenn wir in der Gemeinde die Kräfte der Bosheit nicht zurückhalten, wird unser Gericht sein, dass wir diesen Kräften ausgeliefert werden.
Paulus präsentiert uns zwei Alternativen in Römer 12,21:
«Werdet nicht vom Bösen überwunden, sondern überwindet das Böse mit Gutem.»
Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir überwinden, oder wir werden überwunden. Es gibt keinen Mittelweg, keine weitere Möglichkeit. Wir können das Gute nutzen, das Gott uns darreicht, um das Böse zu überwinden, mit dem wir konfrontiert werden. Aber wenn wir das nicht tun, dann wird dieses Böse uns überwinden.
Diese Botschaft kommt mit Dringlichkeit an uns, die wir immer noch in Ländern leben, wo wir die Freiheit geniessen, unseren Glauben zu verkünden und auszuleben. In vielen Ländern haben die Christen heute diese Freiheit verloren. Zugleich wurden Millionen von Menschen in jenen Ländern systematisch indoktriniert, den christlichen Glauben zu verachten mit allem, was damit verbundnen ist. Für Leute, die so indoktriniert sind, gibt es keine grössere Befriedigung, als die Christen zu zertreten, die noch nicht unter ihrem Joch sind.
Wenn wir die Warnung Jesu ernst nehmen und unsere Funktion als Salz der Erde erfüllen, haben wir die Macht, dies zu verhindern. Wenn wir versagen und unter das Gericht kommen, das dann folgt, wird die bittere Schlussfolgerung sein: Das hätte nicht geschehen müssen.
Code: TL-L066-100-DEU