Vertrauen

Teaching Legacy Letter
*First Published: 2006
*Last Updated: Dezember 2025
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Wenn Sie andere davon überzeugen könnten, dass die Wirtschaft Ihres Landes am Zusammenbrechen ist, sodass jedermann darüber spricht, was wäre Ihrer Meinung nach das Ergebnis? Die Wirtschaft würde zusammenbrechen! Der einfache Grund liegt darin, dass unsere Wirtschaft eine wesentliche Grundlage hat: Vertrauen. Das Gleiche gilt für jedes ähnliche System – sei es Finanzen, Politik oder der spirituelle Bereich: Wenn das Vertrauen untergraben wird, ist eine Katastrophe unausweichlich.
In diesem Artikel möchte ich drei Themen untersuchen, die einen Bezug zum Vertrauen haben: Vertrauen in Gott, Vertrauen in unsere gläubigen Geschwister und die Warnung, unser Vertrauen nicht aufzugeben.
Vertrauen auf Gott
Ich möchte verschiedene Beispiele des Vertrauens in Gott untersuchen, zuerst im Alten Testament und danach im Neuen Testament. Ich bin überzeugt, dass Gott Ihr Herz mit Vertrauen erfüllen wird, wenn Sie an diese Bibelstellen im Glauben herangehen. In den ersten Versen von Psalm 27 klingt ein riesengroßes, siegesgewisses Vertrauen an:
„Der HERR ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Zuflucht, vor wem sollte ich erschrecken? Wenn Übeltäter mir nahen, mein Fleisch zu fressen, meine Bedränger und meine Feinde, so sind sie es, die straucheln und fallen. Wenn sich ein Heer gegen mich lagert, so fürchtet sich mein Herz nicht; wenn sich auch Krieg gegen mich erhebt, trotzdem bin ich vertrauensvoll.“ (Psalm 27,1-3)
Das Geheimnis von Davids Siegen während seines ganzen Lebens war sein großes Gottvertrauen. Was auch immer geschah, ob sich Feinde gegen ihn erhoben, um ihn zu verschlingen, oder ob sich Heere aufmachten, um gegen ihn Krieg zu führen, er hatte stets ein vollkommenes Vertrauen in Gott. Im Buch der Sprüche finden wir ein weiteres wunderschönes Bild für Vertrauen:
„Dann gehst du sicher deinen Weg, dein Fuß stößt nirgends an. Wenn du dich hinlegst, wirst du nicht aufschrecken, und liegst du, erquickt dich dein Schlaf. Fürchte dich nicht vor plötzlichem Schrecken noch vor dem Verderben der Gottlosen, wenn es über sie kommt! Denn der HERR ist deine Zuversicht und bewahrt deinen Fuß vor der Falle.“ (Spr. 3,23-26)
Gott ändert sich nicht. Er hat alles unter Kontrolle. Er wird niemals nervös. Er stößt nie auf unerwartete oder unvorhergesehene Situationen. Er hat immer eine Antwort.
In Sprüche 14,26 heißt es: „In der Furcht des HERRN liegt ein starkes Vertrauen, auch seine Kinder haben eine Zuflucht.“ Wenn wir die richtige Einstellung zu Gott haben, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Er ist unser Schutz und unser Zufluchtsort.
Jesaja sagt im Alten Testament:
„Denn so spricht der Herr, HERR, der Heilige Israels: Durch Umkehr und durch Ruhe werdet ihr gerettet. In Stillsein und in Vertrauen ist eure Stärke. Aber ihr habt nicht gewollt. Ihr sagtet: ‚Nein, sondern auf Pferden wollen wir fliegen‘, darum werdet ihr fliehen; und: ‚Auf Rennern wollen wir reiten‘, darum werden eure Verfolger hinter euch her rennen.“ (Jes. 30,15-16)
Gott fordert sein Volk auf, zu ihm umzukehren, zur Ruhe zu kommen und ihm zu vertrauen. Alle, die Gottes Aufforderung zum Stillesein, zu Vertrauen und Zuversicht ablehnen, werden bald erfahren, dass sie trotz aller Fluchtversuche von ihren Problemen überwältigt werden. Das hat sich in Israels Geschichte immer wieder gezeigt. Wenn Gottes Volk gehorsam war, wurden seine Feinde besiegt und Israel hatte Frieden. Wenn Israel aber auf seine eigene Kraft vertraute, wurde es besiegt und schlussendlich unter die Nationen zerstreut.
Im Neuen Testament ist das griechische Wort, das mit „Vertrauen“ übersetzt wird, ein sehr kraftvolles Wort. Es hat einen speziellen Bezug zu Vertrauen in der Rede. Im säkularen griechischen Gebrauch bezeichnet es „Redefreiheit“, oder das Recht, zu sagen, was man denkt – was der von der Amerikanischen Verfassung garantierten Redefreiheit ziemlich genau entspricht. Damit wird angedeutet, dass wir über das, was wir glauben, nicht zu schweigen brauchen. Wir haben ein absolutes Recht, es zu weiterzusagen und niemand kann es uns verbieten. Es ist ein uns verfassungsgemäß garantiertes Recht.
Die erste Bibelstelle aus dem Neuen Testament, die wir uns ansehen wollen, hat mit dem Vertrauen zu Gott im Gebet zu tun:
„Geliebte, wenn das Herz uns nicht verurteilt, haben wir Freimütigkeit zu Gott [d.h. wir können Gott alles sagen, was wir wollen], und was immer wir bitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und das vor ihm Wohlgefällige tun.“ (1. Joh. 3,21-22)
Bitte beachten Sie wieder: Die Grundvoraussetzung dafür, dass unsere Gebete erhört werden, ist Vertrauen. Lassen Sie nicht zu, dass Ihr Vertrauen vom Widersacher geraubt wird. Machen Sie beim Beten von Ihren Rechten Gebrauch. Wir haben die Freiheit, zu bitten, weil Jesus sie für uns erworben hat. Das ist etwas, das in unserer Verfassung garantiert ist.
Ein anderer Angriff des Widersachers, den viele Christen nur schwer abwehren können, liegt in der Selbstverurteilung. Römer 8 zeigt uns, dass das Leben im Geist ein Leben in der Freiheit ist, in dem es nicht die geringste Verdammung gibt. Wer sich selbst verurteilt, kann nicht in das Leben, das uns in Römer 8 präsentiert wird, hineinkommen oder darin leben. Diese wesentliche Voraussetzung kommt in den ersten Versen dieses Kapitels zum Ausdruck: „Es gibt also keine Verdammnis für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist wandeln.“
Selbstverurteilung ist das große Hindernis für Freiheit, Freude, Frieden und Kraft des Heiligen Geistes. Aber eine rechte Vertrauenshaltung wird uns dazu befähigen, dieses Hindernis in unserem Leben zu überwinden.
Vertrauen in andere Gläubige
Der zweite Aspekt des Vertrauens bezieht sich auf das Vertrauen in unsere Glaubensgeschwister. Wir stimmen wahrscheinlich alle darin überein, dass das noch schwerer ist als das Vertrauen in Gott.
Es ist interessant, dass das Wort Vertrauen im Griechischen von zwei Wörtern abgedeckt wird, je nachdem ob das Vertrauen in Gott oder in Menschen gemeint ist. Gott geht aus Gründen, die offensichtlich sind, davon aus, dass wir unseren gläubigen Geschwistern nicht das gleiche Vertrauen entgegenbringen, das er von uns erwartet, aber er erwartet dennoch, dass wir ihnen vertrauen.
Aus den Briefen des Apostel Paulus geht hervor, dass er ähnlich schwierigen Menschen gerecht werden musste, wie es heute der Fall ist. Die Korinther betranken sich am Tisch des Herrn; sie missbrauchten die Gaben des Heiligen Geistes; ein Mann lebte mit der Frau seines Vaters zusammen; sie brauchten Belehrung über ihre Finanzen. Sie hatten in der Tat viele Probleme! Doch ich möchte Sie bitten, darauf zu achten, was Paulus zu diesen Menschen im zweiten Korintherbrief sagt, nachdem er ihnen in seinem vorigen Brief ordentlich „den Kopf gewaschen“ hat:
„Und eben dieses habe ich euch geschrieben, damit ich nicht, wenn ich komme, von denen Traurigkeit habe, von denen ich Freude haben sollte, weil ich euch allen vertraue, dass meine Freude euer aller ist.“ (2. Kor. 2,3)
Das ist eine erstaunliche Aussage, wenn man bedenkt, welche Probleme diese Leute hatten. Paulus schreibt, dass er ihnen allen vertraut! Für mich ist das ein Hinweis darauf, dass Paulus einen riesigen Glauben gehabt haben muss.
Ich glaube, dass die Fähigkeit, anderen zu vertrauen, ein Kennzeichen für geistliche Reife ist. Ich glaube auch, dass es für andere etwas bewirkt, wenn man ihnen vertraut. Wenn Eltern ihren Kindern vertrauen, werden diese auferbaut. Wenn sie von ihnen aber kritisiert und angezweifelt werden, werden sie herabgesetzt und unsicher gemacht.
Eltern, die ihre Kinder immer kritisieren und niemals loben, denken vielleicht, dass sie schlau sind. Aber einem anderen seine Fehler aufzudecken, ist kein Beweis für Schlauheit, denn die Fehler eines Menschen sind normalerweise offensichtlich. Es ist viel schwerer, anderen Menschen zu vertrauen als ihnen Zweifel entgegen zu bringen und sie zu kritisieren, und man braucht dazu die Kraft des Heiligen Geistes.
Lassen Sie uns einige weitere Bibelstellen über das Vertrauen in unsere Glaubensgeschwister ansehen:
„Ich habe Vertrauen zu euch im Herrn, dass ihr nicht anders gesinnt sein werdet. Wer euch aber verwirrt, wird das Urteil tragen, wer er auch sei.“ (Galater 5,10)
„Ich bin ebenso in guter Zuversicht, dass der, der ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu.“ (Philipper 1,6)
Haben auch Sie diese Meinung über jeden einzelnen in Ihrer Gemeinde? Glauben Sie wirklich, dass Gott das zu Ende führen wird, was er im Leben eines jeden von uns angefangen hat? Wenn ja, dann werden Sie anders über Menschen empfinden, mit denen Sie Gemeinschaft haben. Sie sind sich ihrer Probleme vielleicht noch bewusst, aber Sie werden diese in einem anderen Licht sehen.
Ich bin überzeugt, dass Gott niemals etwas anfängt, das er nicht zu Ende führen könnte. Ich möchte das auf meinen eigenen Fall anwenden. Als Gott mich angenommen hat, hat er sich damit eine Menge Probleme aufgeladen. Er hat mich dennoch angenommen in der Zuversicht, dass er damit fertig werden kann.
Da ich Professor, Gelehrter und Philosoph war, dachte ich als frisch Geretteter wirklich, dass Gott ziemliches Glück hatte, mich zu bekommen! Als er aber anfing, sich um mich zu kümmern, musste ich erkennen, dass dem nicht so war. Ich kam zur Erkenntnis, dass Gott sich mit mir viele Probleme aufgeladen hatte, die ihn unendliche Geduld und Weisheit kosten würden. Aber ich bin Gott heute dankbar für die Zuversicht, dass er zu Ende führen wird, was er begonnen hat – auch bei mir! Paulus macht im zweiten Brief an die Thessalonicher eine bemerkenswerte Aussage:
„Treu ist aber der Herr, der euch stärken und vor dem Bösen bewahren wird. Wir haben aber im Herrn das Vertrauen zu euch, dass ihr, was wir gebieten, sowohl tut als auch tun werdet.“ (2. Thess. 3,3-4)
Wie viele Pastoren können das von denen sagen, die ihrer Leitung anvertraut sind? Wenn Pastoren an ihre Leute glauben, wird sie das sowohl motivieren als auch im Herrn ermutigen. Wenn der Pastor aber nur ihre Probleme sieht, werden sie bald entmutigt sein und sich selbst verurteilen.
Vertrauen befreit die Menschen zu dem, was sie sein sollen. Jim Moore sagte einmal: „Wenn ein Mann mit seiner Frau streitet, besteht seine größte Waffe gegen sie darin, ihr die Schuld zuzuweisen.“ Wenn ihr euren Frauen die Schuld zuweist, Männer, dann setzt ihr damit nur ein Problem in die Welt, um das ihr euch später kümmern müsst. Wenn ihr sie aber durch euer Vertrauen ermutigt, schafft ihr damit einen Ort des Friedens und der Sicherheit für sie.
Warnung, das Vertrauen nicht zu verlieren
Wir wollen uns nun die Warnungen bezüglich des Aufgebens unseres Vertrauens ansehen, die alle aus dem Brief an die Hebräer stammen. Das größte Problem der Hebräer lag darin, dass sie, obwohl sie im Glauben angefangen hatten, auf die Werke zurückfielen. Sie hatten in der Freiheit des Geistes angefangen, sind aber zu Religion, Ritualen und Regeln zurückgekehrt. Und keines davon ist eine ausreichende Basis für Vertrauen.
In diesem Brief gibt es fünf verschiedene Warnungen, die alle an Gläubige gerichtet sind. Wir werden drei davon untersuchen. Sie gehören zu den stärksten Warnungen, die im Neuen Testament zu finden sind. Der Autor sagt im Wesentlichen: „Gib dein Vertrauen nicht auf; werde nicht so religiös, dass du deine Freude am Herrn verlierst; werde nicht so ernst, dass die Religion keine Freude mehr für dich ist.“ Wir können uns so sehr in eine Sache vertiefen, die wir tun sollen, dass wir alle Freude daran verlieren.
Eines der größten Güter des geistlichen Lebens liegt in der Spontaneität. Wir können es uns nicht leisten, diese zu verlieren. Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, entdecke ich, dass ich zu den meisten meiner größeren Entscheidungen durch Zufall gekommen bin. Das klingt nicht sehr geistlich, ist aber die Wahrheit. Dass ich z. B. 1963 in die Vereinigten Staaten gekommen bin, was zu einem Wendepunkt für mein ganzes Leben werden sollte, geschah aus Zufall.
Alle Pläne und Vorkehrungen, die wir treffen können, sind nicht genug; die Sache ist damit nicht erledigt. Pläne, die auf rein menschlichen Fähigkeiten beruhen, bringen einen Ismael hervor. Ismael war das Beste, das Abraham ohne die übernatürliche Gnade und Kraft Gottes zuwege bringen konnte. Aber er war nicht gut genug.
Einen Test, den ich gerne benutze, um festzustellen, ob eine Sache von Gott kommt oder nicht, liegt darin, zu überprüfen, ob sie einen übernatürlichen Ursprung hat. Wenn etwas einzig und allein das Ergebnis meines eigenen Planens und Überlegens ist, muss ich in Frage stellen, ob es von Gott kommt. Ich halte viel davon, praktisch zu sein und etwas auszuarbeiten, aber der Ursprung muss im Übernatürlichen liegen.
Das ist der Unterschied zwischen Ismael und Isaak. Ismael wurde natürlich gezeugt; aber Isaak hatte einen übernatürlichen Ursprung. Isaak hat Abrahams Fähigkeiten und dessen eigenes Denken so hoch übertroffen, wie der Himmel über der Erde ist.
„Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR. Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ (Jes. 55,8-9)
Wir planen auf irdischem Niveau; Gott initiiert ein himmlisches Niveau. Das soll nicht heißen, dass eine Sache nicht auf Erden ausgeführt werden müsste; aber wir müssen sicher sein, dass sie vom Himmel ausgegangen ist.
Die Dinge, die ein Ergebnis menschlicher Planung sind, sind den Belastungen nicht gewachsen, die über uns kommen. Die Ehe mit Lydia, meiner ersten Frau, war übernatürlich initiiert. Gott zeigte mir, wen ich heiraten sollte. Lydia und ich waren später Belastungen ausgesetzt, die wir nicht überstanden hätten, wäre unsere Ehe ein Ergebnis menschlicher Planung gewesen. Das gleiche gilt für meine Ehe mit Ruth, meiner zweiten Frau. Gottes Wille für uns in dieser Angelegenheit wurde jedem von uns von unabhängig und auf übernatürliche Weise von Gott gezeigt.
Die Ehe selbst hat einen übernatürlichen Ursprung. Sie hat nicht auf menschlicher Ebene angefangen. Gott hat sich die Ehe ausgedacht, nicht der Mensch. Das ist der Grund, warum sie ein so ernstes Sakrament ist.
Im Hebräerbrief gibt es drei spezielle Stellen über Bedingungen, die auf Vertrauen beruhen. Die erste lautet:
„Christus aber war treu als Sohn über sein Haus. Dessen Haus sind wir, wenn wir das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung bis zum Ende fest behalten.“ (Hebr. 3,6; Luther)
In der Übersetzung der Guten Nachricht ist anstelle von Ruhm von freudigem Stolz die Rede. Wir haben bereits gesehen, dass Vertrauen durch „Redefreiheit“ zum Ausdruck kommt – Gott möchte, dass wir ihn rühmen und stolz auf ihn sind. Das ist eine der Bedingungen für die wahre Gemeinde: dass wir an unserem Vertrauen bis zum Ende festhalten und Gott voll Stolz rühmen.
In der zweiten Stelle des Hebräerbriefs heißt es:
„Denn wir sind Teilhaber des Christus geworden, wenn wir die anfängliche Zuversicht bis zum Ende standhaft festhalten.“ (Hebr. 3,14)
Diese Stelle zeigt uns, dass unsere Rettung zur Bedingung hat, dass wir unser Vertrauen (bzw. unsere Zuversicht) nicht aufgeben. In der traditionellen theologischen Terminologie ist das bekannt als „Ausharren der Heiligen“. Wer nicht ausharrt, qualifiziert sich nicht als Heiliger.
Wenn wir uns die dritte Stelle des Hebräerbriefs ansehen, finden wir schließlich eine Anspielung, die aus der militärischen Welt stammt:
„Werft nun eure Zuversicht nicht weg, die eine große Belohnung hat. Denn Ausharren habt ihr nötig, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung davontragt.“ (Hebr. 10,35-36)
Ein wichtiger Teil der Waffenrüstung eines Soldaten war sein Schild. In der griechischen Literatur gilt es als die größte Schande eines Soldaten, wenn dieser seinen Schild wegwirft und ohne ihn vom Kampffeld läuft. Wenn nun der Autor hier schreibt: „Werft … nicht weg“, so denkt er vermutlich an die Schande, die damit verbunden ist, wenn jemand seinen Schild wegwirft. Darum sagt er im Grunde: „Wirf dein Vertrauen nicht weg, denn das ist dein Schild. Wirf es nicht weg, denn es wartet eine große Belohnung auf dich, wenn du daran festhältst.“ Wir müssen diesen Schild des Vertrauens fest in unsere Hand nehmen und beschließen, ihn auf keinen Fall loszulassen.
Wenn wir nach vorne in die Zukunft blicken, können wir sehen, dass sie sowohl herausfordernd als beängstigend ist. Der Friede ist in allen Teilen unserer Welt bedroht, und Umbruch und Unsicherheit regieren den Tag. Doch darüber hinaus wissen wir als Christen, dass wir einen König haben, der einen Plan hat. Der auf jede einzelne Situation eine Antwort hat. Der gesagt hat, dass er in Zeiten des Sturms unsere Zuflucht sein will. Das Königreich, das er regiert, ist unerschütterlich, und das Fundament, auf dem wir bauen, kann nicht erschüttert werden.
Darum können wir jeden Tag eine der Verheißungen aus Sprüche 3,23-26 für uns in Anspruch nehmen. Sie sind denen gegeben, die ihr Vertrauen und ihre Zuversicht in Gott setzen:
„Ich werde meinen Weg in Sicherheit gehen.Wenn ich mich hinlege, werde ich nicht aufschrecken.Ich will mich vor plötzlichem Schrecken nicht fürchten.Noch vor dem Verderben, wenn es über die Gottlosen kommt.Der Herr ist meine Zuversicht.“
Code: TL-L051-100-DEU